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Management-Begriffe

 A    B    C    D-F    G-H    I-K    L-Q    R    S    T    U-Z   

A
Audit (engl.: audit)
Systematische Überprüfung und Bewertung durch Fachleute nach vorgegebenen Checklisten. Definition in der Qualitätsnorm ISO 9000:2000: "Systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Nachweisen und zu deren objektiver Auswertung, um festzustellen, inwieweit Auditkriterien erfüllt sind".
B
back office Online-Verwaltungslexikon
Kundenfernes "Hintergrundbüro" im Gegensatz zum front office, wo der Kunde sein Anliegen vorbringt. Im b. o. werden alle Tätigkeiten verrichtet, die nach der Tätigkeit im front office noch anfallen.

Balanced Scorecard (BSC - "Ausgewogener Berichtsbogen")
Ein Instrument zur Steuerung mit strategischen Kennzahlen. Kern ist ein Kennzahlensystem mit 4 Dimensionen: Finanzielle, Kunden-, Prozess-, Lern- und Innovationsperspektive. Die Erweiterung gegenüber herkömmlichen - privatwirtschaftlichen - Controlling-Konzepten besteht vor allem in der Aufnahme von "weichen" und zukunftsgerichteten Faktoren ("Leistungstreibern"), um sicherzustellen, dass nicht nur der Erfolg der Vergangenheit, sondern auch die Zukunftspotenziale berücksichtigt werden.

Balkendiagramm (Gantt-Diagramm)
-> Allgemein: Grafische Darstellung von Werten oder Mengen durch unterschiedlich große Balken, verwandt: das Säulendiagramm, bei dem die Werte als senkrechte Blöcke dargestellt werden.
-> Zeitplanung: eine einfach zu handhabende Darstellungstechnik für den zeitlichen Ablauf von Vorhaben und Projekten. Es besteht aus einer Vorgangsliste, der Balken parallel zur Zeitachse zugeordnet werden. Damit kann der Stand des Vorhabens sofort abgelesen werden. Für komplexere Vorhaben weniger geeignet, da die Abhängigkeiten und Pufferzeiten schlecht abzubilden sind, dafür wird dann ein Netzplan verwendet.

Bench-Marking
Dabei werden Produkte und Dienstleistungen, aber auch interne Prozesse mit dem Angebot des Marktführers verglichen, um so dessen Vorsprung aufzuholen

Betriebsmittel
alle Einrichtungen und Anlagen, die technische Voraussetzung für die betriebliche Produktion sind, ohne beim Produktionsprozess verbraucht zu werden (im Gegensatz zu Werkstoffen), z.B. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Büroeinrichtungen, auch Computersysteme, Werkzeuge aller Art

Bilanz
Gegenüberstellung des nach bestimmten Regeln bewerteten Vermögens und der Verbindlichkeiten zu einem Stichtag, um den Erfolg bzw. den Stand des Vermögens zu ermitteln. Anlage- und Umlaufvermögen werden auf der Aktivseite aufgeführt, Verbindlichkeiten auf der Passivseite. Die Differenz ergibt das Eigenkapital.

Bonität
Kreditwürdigkeit, oft durch Rating ermittelt und in standisierten Kategorien ausgedrückt.

Break Even (Point, Break-Even-Analyse)
"Umschlagpunkt", "Kritische Menge" oder ähnliche Formulierungen in deutsch. Es ist der Schnittpunkt zweier Funktionen, ab diesem Punkt ändert sich die Bewertung. Bei der Kostenvergleichsrechnung ist es die Ausbringungsmenge (Produktionsmenge), bei der beide Alternativen in den Kosten gleich sind, das ist dann auch der "Umschlagpunkt", die bisher kostengünstigere Alternative wird ab diesem Punkt die teurere Variante. Beim Vergleich von Kopierern z.B. ist dies der Punkt, von dem ab der Kopierer mit den höheren Fix-, aber niedrigeren variablen Kosten kostengünstiger ist. Bei Absatzentscheidungen ist der Break Even Point die Absatzmenge, bei der eine Vollkostendeckung erreicht wird (Schnittpunkt der Funktionen für Deckungsbeitrag bzw. Fixkosten in Relation zu Absatzmenge)

Bruttoinlandsprodukt - BIP
Kennzahl für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, ermittelt aus der Entwicklung des privaten Konsums, den Investitionen der Unternehmen, den Ausgaben des Staates und der Differenz zwischen Exporten und Importen

Bruttosozialprodukt - BSP
Kennzahl für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, ermittelt aus der Entwicklung des Einkommens aus Erwerbstätigkeit und Vermögen. Heute wird überwiegend das Bruttoinlandsprodukt - BIP - als Kennzahl verwendet.

Business-Reengineering
Alles kommt auf den Prüfstand: Sämtliche organisatorischen Abläufe und Strukturen, die für den Erfolg des Unternehmens wichtig sind, werden akribisch untersucht.
C
Case Management
Fallmanagement, Unterstützungsmanagement, ein aus dem US-Amerikanischen stammender ganzheitlicher Ansatz vor allem im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, bei dem der Patient/der Klient im Mittelpunkt steht. Durch eine Gesamtsicht und Nutzung aller Möglichkeiten aller Institutionen (einschließlich der Hilfen im gesellschaftlichen Bereich) wird angestrebt, die Qualität der Betreuung zu steigern und gleichzeitig Kosten zu sparen. Dies soll insbesondere durch schnelle, abgestimmte Reaktion und Berücksichtigung auch längerfristiger Entwicklungen (und Chancen und Risiken) im Rahmen eines Gesamtkonzepts für den einzelnen Fall erreicht werden

Cash Flow (Cashflow, Cash-Flow)
Liquiditätsüberschuss (Einzahlungsüberschuss) der Rechnungsperiode. Kennzahl zur Beurteilung der Finanzkraft, insbes. des Innenfinanzierungsspielraums (der Fähigkeit, die laufende Geschäftstätigkeit, Investitionen und ggf. Gewinnausschüttungen an die Eigentümer aus eigenen Mitteln zu bestreiten). Als Kennzahl wird oft auch der Cash Flow in % des Gesamtkapitals verwendet.

Change Management (CM)
Ziel ist es, die Mitarbeiter auf Veränderungen in der Firma vorzubereiten und sie dabei zu begleiten.

1. Management des geplanten organisatorischen Wandels, als nachhaltige Veränderung unter Berücksichtigung der Zielpluralität, die immer vorhanden ist, und der besonderen Schwierigkeiten der Gestaltung hoch komplexer und vernetzter sozialer Systeme. Change Management erfordert deshalb besondere Instrumente, u.U. auch Meta-Steuerung (indirekte, erst längerfristig wirkende Steuerung höherer Ebene). "Bombenwurf-" oder "Konkursstrategien" oder Änderung durch Anordnung sind in der Praxis durchaus verbreitete, aber problematische Strategien, weil unwirksam oder nicht nachhaltig oder mit unvertretbaren sozialen Kosten verbunden.

2. CM als Lehre: systematisiertes Erfahrungswissen und aufbereitete wissenschaftliche Erkenntnisse für den geplanten organisatorischen Wandel

3. Change Management als Prozess: der Prozess des Wandels, der durch die Aktivitäten des Managements (die M.-Personen) in Gang gesetzt wird.



Code of Conduct (CoC)
Verhaltenskodex, Leitbild verantwortlichen Verhaltens. Verhaltenskodices sind in anglo-amerikanischen Ländern verbreitete Mittel, um ethisches Verhalten zu definieren und durch Selbstverpflichtung sicherzustellen.

Controlling
Managementunterstützung durch Informationen und Vorschläge:
Begleitender betriebswirtschaftlicher Service für das Management durch Informationen und Vorschläge für Planung, Steuerung, Kontrolle und Systemgestaltung (einschließlich der Gestaltung des Führungs- und Controllingsystems).
strategisches Controlling (machen wir die richtigen Dinge? - langfristig und grundsätzlich) und
operatives Controlling (machen wir die Dinge richtig?) - die Frage nach der effizienten Aufgabenerfüllung in kurz- und mittelfristiger Perspektive.

Corporate Culture
Gibt einem Unternehmen ein eigenes, unverwechselbares Profil: Mit der Firmenkultur sollen sich die Mitarbeiter identifizieren, sie verschafft dem Unternehmen aber auch nach außen ein bestimmtes Image.

Corporate Governance (Corporate Behavior)
Verhaltenskodex (Leitlinien) für die gute Unternehmensführung, international auch als Regeln für "Corporate Behavior" bezeichnet.

Corporate Identity
Ein "Identitätskonzept nach innen und nach außen": Ein bewusst gestaltetes Bild einer Institution, mit dem sich die Mitarbeiter und Führungskräfte identifizieren und das Außenstehende mit ihr verbinden sollen, um eine positive Einstellung zur Institution zu schaffen, sie zu unterstützen oder zu festigen.
C.I. umfasst ein einheitliches Erscheinungsbild mit einprägsamen Symbolen, Bildern oder Farben (Corporate Design), ein einheitliches Auftreten, das sich an bestimmten Regeln orientiert (Leitbild, Corporate Culture), und das entsprechende Kommunikationsverhalten (Corporate Communications). Ausgeweitet auf ethische Regeln des Verhaltens von Unternehmen spricht man auch von Corporate Behavior.


Customer-Relationship-Management
Beschäftigt sich mit der Optimierung aller Arten von Kundenkontakt um Kunden zu binden.
D-F
empirisch
erfahrungswissenschaftlich, d.h. an Tatsachen, Beobachtungen in der Realität überprüft. Diese Beobachtungen testen theoretische Aussagen mit dem Ziel der Falsifizierung.

explizit
ausdrücklich, deutlich, in Worten und Zahlen formulierbar,

Empowerment
engl.: Ermächtigung, Einräumung von Handlungsbefugnissen, im übertragenen Sinne im Management und in der Verwaltungsmodernisierung: Eigenverantwortlichkeit ermöglichen, um die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu nutzen und ineffiziente zentrale Steuerung durch effizientes Handeln der Akteure vor Ort zu ersetzen.

Facility Management
Management von Liegenschaften, das sich von bisheriger Liegenschaftsverwaltung durch Einsatz teils spezialisierter betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente unterscheidet. Der Übergang zu F. M. bedeutet oft auch, dass für die Nutzung von Liegenschaften nicht nur die - haushaltswirksamen - laufenden Kosten, sondern auch kalkulatorische Kosten (Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen (alternativ: kalkulatorische Miete) Wagniskosten) in Rechnung gestellt werden, die bisher bei Entscheidungen unberücksichtigt geblieben sind (sprich: die Nutzung von Liegenschaften war bisher zu billig).

Flussdiagramm
Technik zur Darstellung des logischen Ablaufs, verwendet im wesentlichen Symbole für Anfang und Ende, Operation, Verzweigung und Flusslinie. Verfeinert als Grafische Beschreibung.
G-H
Gegenstromverfahren
Vorgehensweise bei der Planung, der Entwicklung von Konzeptionen wie einem Leitbild, von Zielen/Zielvereinbarungen usw., das top down und bottom up kombiniert, Vorschläge kommen also sowohl vom Management wie von der Basis und werden dann in einem mehrphasigen, sich wiederholenden ("iterativen") Diskussionsprozess zusammengeführt.

Gemeinkosten (Indirekte Kosten)
Kosten, die gemeinsam für mehrere Kalkulationsobjekte anfallen, insbesondere Kosten, die keinem Produkt (keiner Leistung) als Kostenträger allein zugeordnet werden können. Beispiele: die Kosten der Infrastruktur, der Verwaltung, des Managements. Gemeinkosten werden deshalb nach einem Schlüssel, also pauschal umgelegt oder aber über die innerbetriebliche Leistungsverrechnung z.B. für Serviceleistungen der Querschnittseinheiten.

Gegensatz: Einzelkosten. »Kostenarten. Englisch "Overheads", neudeutsch "Overheadkosten".

Eine verursachungsgerechte Zuordnung der Gemeinkosten auf die Kostenträger / Produkte ist bei mehreren Produkten eines Betriebes nicht möglich, weshalb die Kalkulation mit Vollkosten in ihrer Bedeutung nicht überschätzt werden sollte.

Gemeinkosten sind zum großen Teil Fixkosten (z.B. Miete, Abschreibungen, Gehälter für die internen Servicekräfte und das Management), auch wenn sie proportional zu den Einzelkosten umgelegt werden, sie sind also nicht kurzfristig beeinflussbar. Deshalb ist die Analyse der Gemeinkosten für nachhaltige Wirtschaftlichkeit von erheblicher Bedeutung, weil die "Overheads" einen fixen Kostenblock im Unternehmen darstellen und den finanziellen Spielraum beschränken.

Haushalt
öffentlicher Haushalt: die finanzielle Ausstattung und die Regelung der finanziellen Mittel eines Trägers der öffentlichen Verwaltung;
privater Haushalt (auch: "Haushaltung"): private Wirtschaftseinheit zur Deckung des individuellen Eigenbedarfs, im Unterschied zum Betrieb, der die Deckung von Fremdbedarf anstrebt.

Hawthorne-Effekt
Der - unbeabsichtigte - Einfluss, den die Beobachtung von Menschen im Arbeitsprozess auslöst und der es erschwert, gültige Aussagen über das menschliche Arbeitsverhalten zu gewinnen; z.B.: die Arbeitsleistung im Schreibdienst steigt während der Sammlung von Schriftgut für eine Schriftgutanalyse - obwohl keine Überprüfung der Arbeitsleistung erfolgt; Bezeichnung geht zurück auf Experimente zur Erforschung des Einflusses der Arbeitsbedingungen auf die Arbeitsleistung in den Hawthorne-Werken in den USA Ende der 20er Jahre.
I-K
Impact
Wirkung der Leistung / des Handeln auf die Einschätzung des/der Betroffenen, also die subjektive Wirkung von Output und/oder Outcome (z.B. die Wirkung polizeilicher Maßnahmen auf das Sicherheitsgefühl der Bürger, unabhängig von der objektiven Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden), oder auch: die Zufriedenheit der Kunden mit der Leistung.

implizit
nicht ausdrücklich gesagt, aber mit gemeint, unausgesprochen, aus dem Zusammenhang zu erschließen. Oft sind z.B. Ziele zum Teil implizit; eine Forderung im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells ist die Abkehr von Zielunklarheiten durch (nur) implizite Zielvorstellungen, also die Formulierung expliziter Ziele. Implizites Wissen ist nicht in Worten und Zahlen formuliert oder formulierbar.

Indikator
Kennzahl oder "Anzeiger" für bestimmte Systemzustände, -eigenschaften oder -leistungen.

Insourcing

1. Privatwirtschaftlich oft: Vor-Ort-Service von Externen: Leistungen werden zwar durch Auftragnehmer erbracht, aber im eigenen Unternehmen weitgehend eingegliedert in die internen Prozesse. Dadurch unterscheidet sich dieser Fremdbezug von Teilleistungen von Outsourcing, bei dem Leistungen oder Teilleistungen in eigener Regie des Auftragnehmers (des Outsourcers) erbracht werden. Da "Outsorcer" oft beide Arten der Leistungserbringung anbieten, könnte Insourcing auch als eine modifizierte Art des Outsourcing verstanden werden. Die Abgrenzung kann im Einzelfall schwierig sein, z.B. bei der Betreuung der IT durch einen externen IT-Dienstleister, der z.T. Leistungen "vor Ort" erbringt.

2. Z.T. verwendet als Bezeichnung für das Gegenteil von Outsourcing, d.h. die Übernahme von bisher extern vergebenen (Teil-)Leistungen in Eigenherstellung.

Invention
"Erfindung", Entwicklung einer neuen Idee. Sie kann abstrakt oder konkret sein. Die Umsetzung der neuen Idee in ein neues Produkt, Verfahren usw. wird als Innovation bezeichnet.
kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) (jap.: Kaizen)
Ständiger Prozess zur Verbesserung der Leistungserstellung, der Kundenbetreuung, des Umfeldes, der Situation der Mitarbeiter oder anderer relevanter Faktoren des betrieblichen Geschehens nach dem Motto: "Viele kleine Schritte ergeben einen großen Schritt". Dazu werden entsprechende Prozesse eingerichtet, die in festgelegten Perioden durchlaufen werden, und die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Beteiligung der Mitarbeiter an Verbesserungen geschaffen.

Kostenrechnung
Systematisierte Erfassung und Darstellung der Kosten nach Kostenarten (welche Kosten sind angefallen?), Kostenstellen (wo sind sie angefallen? - Zuordnung zu Organisationsbereichen) und Kostenträger (wofür sind sie angefallen) - Zuordnung zu Produkten/Dienstleistungen.

Kostenstelle
Ort der Entstehung von Kosten ("Wo"), d.h. die Organisationseinheit; das kann ggf. auch ein Projekt als zeitlich befristete Kostenstelle sein.

Kostenträger
Verursacher der Kosten ("Wofür"), d.h. das Produkt bzw. Teilprodukt/die Leistung (je nach Gestaltung der KLR). Damit liefert die Kostenträgerrechnung auch die Daten für die wichtige Kennzahl " Stückkosten".
L-Q
Lean Production / Lean Management
"Schlanke" Produktion bzw. schlankes Management. Konzept der Steigerung von Effizienz, oft im Sinne von Dezentralisierung, Outsourcing, flacherer Hierarchien, Leistungsverdichtung und damit weniger Personal.
Macht ein Unternehmen durch den Abbau von Hirarchien „schlanker“. So sollen Abläufe schneller und effizienter werden.

Leitbild
Das Leitbild einer Organisation formuliert kurz und prägnant die strategischen Ziele (Mission und Vision) und wesentlichen Orientierungen für Art und Weise ihrer Umsetzung (Werte). Es soll damit allen Organisationsmitgliedern eine einheitliche Orientierung geben und die Identifikation mit der Organisation unterstützen.

lernende Organisation
Organisation, in der Veränderungen als normal akzeptiert werden, die über eine entsprechende Organisationskultur und organisatorische Mechanismen des Lernens verfügt und in der die höheren Intensitätsstufen des Lernens verwendet werden.

Management by Objectives (MbO)
"Management durch Zweckprogramme": Konzept, bei der die Führung sich weitgehend beschränkt auf Zielvorgaben bzw. Zielvereinbarung und deren Überprüfung.

Marketing
Konzeption bzw. die dazu gehörenden Aktivitäten, die das betriebliche Geschehen auf den Markt ausrichten, um die Ziele des Unternehmens zu verwirklichen; insbesondere Absatz-Marketing (Produkt- und Sortimentsgestaltung, Absatzmethoden, Werbung, Preispolitik).

Mission
Eine Formulierung, die den Zweck der Organisation beschreibt; sie legt dar, warum eine Organisation oder eine Funktion existiert.

Peer Review
Überprüfung im Rahmen der Evaluation oder der Qualitätssicherung durch Gleichgestellte ("peers"), d.h. externe, nebenamtlich tätige Fachleute, die von Fall zu Fall dafür gewonnen werden. Die "peers" haben keine formale übergeordnete oder Kontrollfunktion. Als pragmatisches Verfahren kann es ohne festgelegte Kriterienliste sinnvoll sein, z.B. um einen Fachbereich im Rahmen der Evaluation eine Rückmeldung über seine strategische Ausrichtung zu geben, innerhalb systematisierter Überprüfung (Qualitätssicherung) erfolgt es eher auf der Grundlage definierter Checklisten und Überprüfungsverfahren (z.B. im Bereich der medizinischen Versorgung, bei der Überprüfung von Reha-Einrichtungen).

Prototyping (Rapid P.)
Verfahren zur Lösung von Problemen, indem möglichst schnell eine erste Lösungsmöglichkeit (z.B. ein Computerprogramm) entwickelt und erprobt wird, die dann getestet und schrittweise verbessert wird, bis sie die Anforderungen voll erfüllt.

Quality Function Deployment (QFD)
Qualitätstechnik, mit der in einem mehrstufigen Verfahren Kundenforderungen gewichtet und für deren Erfüllung kritische Produkt-, Konstruktions-, Prozess- und Fertigungsmerkmale abgeleitet werden. Dabei können auch gesellschaftliche Umweltforderungen berücksichtigt werden.
R
Rendite, Rentabilität
(italienisch "Rente") relativer Ertrag einer Investion bzw. des Kapitaleinsatzes, zumeist für ein Jahr angegeben. Bezugspunkt kann sein das Eigenkapital (Eigenkapitalrendite), der Gesamtkapitaleinsatz (Gesamtkapitalrendite) oder der Umsatz (Umsatzrendite), bei Investitionen bezogen auf den Anschaffungs- oder Zeitwert (pro Jahr, s.a. Amortisationsrechnung). Bei der Rendite von Wertpapieren wird der Anschaffungs- oder Zeitwert, nicht der Nennwert zugrunde gelegt. Rendite als Messgröße wird auch als Rentabilität bezeichnet.

Rentabilität
Fähigkeit, Gewinn zu erwirtschaften, für private Betriebe eine Existenzbedingung. Als Messgröße (Ausmaß der Rentabilität) entspricht es der Rendite.

Ressourcen
Mittel zur Aufgabenwahrnehmung: Geld/Haushaltsmittel, Personal, Sachmittel. Darüber hinaus wird auch alles, was knapp ist, als "Ressource" bezeichnet, also auch z.B. "Zeit" oder "Aufmerksamkeit im Leitungsbereich" sind in diesem Sinne knappe Ressourcen.

Return on Investment (ROI)
Rückfluss des investierten Kapitals, Amortisation, Kapitalrendite
S
Strategie
1. Das langfristig orientierte Vorgehen in grundlegenden Fragen, Verfolgung der »strategischen Ziele im Unterschied zu operativen Zielen;

2. im Unterschied zu Taktik: die übergreifende und längerfristige Zielsetzung, die verfolgt wird und die auch aus "taktischen" Überlegungen heraus kurzfristig scheinbar zurückgestellt werden kann, um auf Dauer doch das strategische Ziel zu erreichen

strategisch (im Unterschied zu operativ und taktisch)
langfristig und grundsätzlich/erfolgskritisch, Zeithorizont 3 Jahre und länger, z.B. die wesentlichen Produkte, Aktivitäten für den Betrieb als ganzes betreffend. Grundlegende Unterscheidung für die Managementaufgabe, Planung, Controlling usw.

strategisches Controlling
Controlling, das sich sich vor allem mit den mittel- und langfristigen Chancen und Risiken befasst und entsprechend andere Techniken und Methoden verwendet (z.B. Szenario-Technik, Portfolio-Analyse) als das operative Controlling.

Strategisches Management
Management der mittel- und langfristigen Erfolgspotenziale bzw. der Entwicklungsperspektiven. Es umfasst vor allem die Frage nach den strategischen Zielen, dem "Wozu" des Handelns (die richtigen Dinge tun, Effektivität). Ein wichtiges Instrument ist die SWOT-Analyse. Operatives Management ist demgegenüber die Umsetzung der strategischen Ziele durch die festgelegten Programme und Leistungen in kurz- und mittelfristiger Perspektive und die Frage der Effizienz.

strategische Ziele
längerfristige und grundsätzliche/erfolgskritische Ziele, die das Wozu des Handelns definieren.

SWOT-Analyse (= SOFT-Analyse)
Instrument vor allem des strategischen Managements, analysiert die interne Situation nach Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses) und die externe Situation nach Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) des Unternehmens und leitet daraus strategische Empfehlungen für die einzelnen Produkte oder Geschäftsfelder ab (Darstellung unter Verwendung der Portfolioanalyse). Wird auch SOFT-Analyse genannt (Strengths, Opportunities, Failures and Threats).

Synergie
Zusammenwirken von Faktoren, die sich gegenseitig unterstützen, so dass als Ergebnis mehr entsteht als die Summe der einzelnen Faktoren, Teile, Unternehmen usw. Im Bild lässt sich diese Situation beschreiben durch die Formel "1 + 1 = 3".

Synthese
Zusammenfügung von Einzelteilen zu einem Ganzen, von Elementen zu einem System, von Teilaufgaben (die durch »Aufgabenanalyse ermittelt wurden) zu einer Stelle.
T
Tailoring
"Zuschneiden" oder "Maßschneidern": projektspezifische Anpassung und Detaillierung eines Phasenkonzepts an die konkrete Projektaufgabe bzw. situationsgemäße Anpassung anderer Konzepte.

taktisch (im Unterschied zu operativ und strategisch)
mittelfristig (Zeithorizont 1 bis 3 Jahre) und zumeist einen größeren Teil des Betriebes/der Aktivitäten betreffend.

Target Costing (Zielkosten, Verfahren der Ausrichtung an den Zielkosten)
Managementansatz der in den Vordergrund stellt, was ein Produkt nach den Verhältnissen am Markt kosten darf (erzielbarer Preis abzüglich Gewinnmarge), und dies in Plankosten umsetzt.

TCO (engl.: Total Cost of Ownership)
Umfassend ermittelte Gesamtkosten einer Investition über die gesamte Lebensdauer, einschließlich der Folgekosten und der Kosten der Entsorgung. Wichtig z.B. für die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von IT-Systemen, bei denen die Systembetreuung wesentlich mehr Kosten verursachen kann als die Beschaffung allein.

Throughput
Systemleistung, Verarbeitung, Durchsatzleistung. Systemtheoretische Bezeichnung für die Leistung des Systems, den Input zu verarbeiten und dadurch den Output zu erzeugen und abzugeben. Die Verarbeitung geschieht durch Prozesse aufgrund der vorhandenen Systemstruktur.

top down
Vorgehensweise von oben nach unten, z.B. bei der Planung, der Entwicklung von Konzeptionen wie einem Leitbild, von Zielen/Zielvereinbarungen usw. Vorschläge kommen also vom Top Management und werden dann nach unten weitergegeben. Gegensatz: bottom up, Kombination ist das Gegenstromverfahren

Total Quality Management (TQM) = Umfassendes Qualitätsmanagement
Will die Qualität in allen Bereichen verbessern: die es Produkts, aber auch die der „weichen Faktoren“ in einer Firma, etwa die Freundlichkeit gegenüber Kunden am Telefon.

Ein Managementkonzept, das über DIN EN ISO 9000:2000 ff. hinausgeht, indem es

1. die Belange aller Interessengruppen ("stakeholder") einbezieht, insbesondere die Belange der Gesellschaft (Umwelt-, soziale, kulturelle Belange),

2. nicht nur die Eignung der Prozesse prüft, sondern auch die tatsächlich erzielten Ergebnisse,

3. Wettbewerb erlaubt, u.a. durch eine Punktbewertung, die einen Vergleich mit anderen zulässt, und die Vergabe jährlicher Qualitätspreise

4. die erfolgreiche Ausrichtung auf Nachhaltigkeit erfordert (z. B. müssen gute Ergebnisse über mehrere Jahre erreicht worden sein, um in der Bewertung der Ergebnisse eine hohe Punktzahl zu erreichen).
U-Z
Unternehmenskultur/Organisationskultur
ist der in einer Organisation gewachsene Bestand von

- Basisannahmen (gemeinsamen Vorstellungen über die Umwelt, die Erfassung der Realität, die Natur des Menschen, Verhaltensorientierungen usw.)
- Werten und Normen,
- Zeichen und Symbolen als Ausdruck der und Identifikationsmuster für die Werte und Normen,

der das Verhalten der Organisationsmitglieder z.T. unbewusst und unsichtbar steuert. Der gewachsene Bestand an Basisannahmen als Grundlage der Unternehmenskultur lässt sich nicht schnell und direkt ändern. "Kulturänderungen" sind deshalb nicht durch Anordnung möglich, sondern nur über einen längerfristigen Prozess.

Unternehmensstrategie
Strategie für das Unternehmen insgesamt. Sie legt z.B. fest
(a) den Geschäftsrahmen
(b) die strategischen Geschäftsfelder im Sinne Produktebereiche/Produkte sowie
(c) was Kerngeschäft oder Rand-, Neben und Spezialgeschäfts ist.


Validität
Gültigkeit (einer Messung), Grad der Übereinstimmung der Ergebnisse mit dem Ziel der Untersuchung

variable Kosten
Kosten, deren Höhe sich mit der Menge der Produktion bzw. Leistung (Ausbringung) ändert, z.B. Kosten für Roh- und Hilfsstoffe, Energie (Gegensatz: fixe Kosten)

Vision
Die Beschreibung, wie etwas in Zukunft sein soll, insbesondere die Beschreibung der langfristigen Unternehmensentwicklung / Entwicklung der Organisation als Orientierung für die Unternehmensstrategie. Teilweise gleichbedeutend mit "Leitbild" verwendet.

Wertschöpfung
Aktivitäten zur Erfüllung der Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden, bei denen Materialien oder Informationen verändert oder verarbeitet werden, d.h. ein Wert hinzugefügt wird. Nicht-wertschöpfende Tätigkeiten sind Kontrollen oder wiederholte Tätigkeiten, die keine Veränderung des Arbeitsgegenstandes bewirken.
Der Betrag der Wertschöpfung errechnet sich aus dem Wert, den das Unternehmen für seine Kunden schafft, abzüglich der Vorleistungen, die in den eigenen Prozess eingehen.

Wertschöpfungskette
Gliederung des gesamten Leistungsprozesses eines Unternehmens nach primären bzw. unterstützenden Aktivitäten und bewertet hinsichtlich Wertschöpfungsbeitrag bzw. strategischer Perspektive.



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